Der Renkenörener See

Wie alles begann...1. Teil

1971 erwirbt das Ehepaar Ingeburg und Ludwig Thomas das älteste Haus in Renkenören von der Familie Kuhlmann und saniert es mühevoll. Von Ihrem Haus blicken sie auf eine idyllisch gelegene Wiese, durch die sich die Wolfsquelle schlängelt.

Das Gelände an der Wolfsquelle, bevor der Renkenörener See entstand.



Nach dem Erwerb dieses ca. 10.000 m² großen Areals legt das Ehepaar Ludwig und Ingeburg Thomas einen See von ca. 6.000 m² an, der 1974 fertig gestellt wird. In diesem Jahr wird auch die Anlage am Renkenörener fertiggestellt. Das Wasser liefert die natürliche Wolfsquelle. Dieses Quellwasser wird aufgefangen, gestaut und durch den Mönch am hinteren Ende des Sees reguliert.

Das Gestaltungsprinzip

Das Gestaltungsprinzip des Gartens richtet sich danach, das Weibliche und Männliche so wie Licht und Schatten gekonnt und im Zusammenhang zu sehen.

Durch asymetrische Anordnung und Gruppierung entstandene Freiräume lassen Himmel und Erde sichtbar werden. Das lebendigste Element, das Wasser, lässt Raum für Gedanken und bietet sich als Spiegel allen Seins an.



Ein Beispiel des Gestaltungsprinzips



Rundgang um den See

Der Rundgang beginnt vom schmiedeeisernen Eingangstor nach links. Hier beginnt die Gestaltung mit einer Liebeslaube von der ein Blick durch ein Fenster einen reizvollen Ausblick auf die Anlage und den See gibt. Danach kommt eine große Terrasse mit der eingepflasterten Jahrenzahl 1976, dem Entstehungsdatum der Anlage. Daran schließt sich die japanische Meditationsanlage an. Sie ist kreisförmig angelegt mit einer Steinlaterne und einem Wasserbecken (Zukabai) zur Reinhaltung der Hände.

Im weiteren Verlauf steht eine Pergola von ca. 20m Länge. Danach folgen der Fichtenbrink und ein Sitzplatz mit Plateau direkt am See. Den Abschluss an der westlichen Seite bildet eine Pergola mit Bank und Tisch, sowie die Ufergestaltung mit eingelassener Treppe und Steinblöcken.


Meister und Komponisten

Es folgen eine Gruppe von Findlingen auf denen die Originalunterschriften alter Meister und Komponisten angebracht sind, der Musenhügel, sowie ein Hirtenknabe mit Flöte. Auf der Seeseite stehen statisch behauene Steinformationen, ein Obelisk etc. Die Deutung: Urkunst und Wissenschaft, das Berechenbare und das Unberechenbare.


Himmel und Erde

Die nördliche Grenze bildet ein ausgelichteter Baumbestand, durch welchen man das Hinterlandpanorama bestaunen kann.

An der Uferzone fügt sich ein schmiedeeisernes Tor wunderschön in die Landschaft ein. Dieses Tor wurde nach dem Entwurf von Ludwig Thomas gefertigt und 1998, kurz vor seinem Tod, fertig gestellt. Das Tor trägt die Inschrift

"CAELUM TERRAQUE LAUDATE SPIRITUM UNIVERSI"
(Himmel und Erde lobet den Geist des Universums)

Die nördliche Gestaltung endet mit einer Pergola mit Heidebeet und Nische. An der Seeseite wurde ein Sitzplatz mit Bronze-Gänsen geschaffen.




Himmel und Erde lobet den Geist des Universums

Barockbrunnen und Hirtenmädchen

Die östliche Grenze schließt sich an mit einer großen Toreinfahrt, die mit Reet gedecktem Dach ausgestattet ist, und einem großen Festplatz. Eine Holzbrücke dient zur Überquerung des Wassers. Ein Bootssteg mit Kahn ist in den See hinein gebaut worden. Gegenüber der Kaimauer aus Bruchstein ist wiederum ein Sitzplatz angelegt worden. Hier steht ein Ammonit, der bei Bauarbeiten gefunden wurde.

An der Seeseite führen Stufen hinunter zu einer Sitzmulde. Im See stehen ein Sandsteinblock mit Bronzefigur, ein Hirtenmädchen mit Flöte, sowie ein Barockbrunnen, nach dem Entwurf von Ludwig Thomas. Dieser Brunnen wurde mit Efeublättern und Tellern ausgestattet, so dass das Wasser kaskadenförmig herunter fließt.


" ’sis’ Feierohmd"

Entlang der weiteren östlichen Grenze ist ein Sandbeet angelegt. Es finden sich weitere Pflanzen und Farne, sowie farbenreiche Gehölze und Farne. Auch wurde unter einer Ulme ein lauschiger Sitzplatz angelegt.
Zum Abschluss ist der Grabstein des Vaters von Ingeburg Thomas aus dem Erzgebirge mit der Inschrift: " ’sis’ Feierohmd" integriert.


Wie es weiterging

Im Dezember 2004 erhält der Heimatverein der Samtgemeinde Borgloh e.V. das Seegrundstück als Stiftung von Frau Thomas überschrieben. Der Heimatverein möchte die Anlage allen Interessenten zugänglich machen und baut 2005 ein Gerätehäuschen mit sanitären Anlagen.

2006 wird der See komplett ausgebaggert und von Algen befreit. Außerdem wird ein größerer Festplatz angelegt. Viele zusätzliche Arbeiten seither haben die Anlage zu einem attraktiven und idyllischen Ort werden lassen, der zur Entspannung von Körper und Seele beiträgt.



Bauarbeiten..., der See wird ausgebaggert

Öffnungszeiten

Die Anlage ist in den Sommermonaten an 12 Sonn- und Feiertagen (Mitte Mai bis Mitte Juli) von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Während dieser Zeit stellen diverse Künstler Skulpturen aus. Der Eintritt ist frei, dafür bittet der Heimatverein um eine Spende zur Erhaltung des Areals.




Am ersten Wochenende im September findet jedes Jahr das Seefest des Heimatvereins der Samtgemeinde Borgloh e.V. statt, und zwar Samstag, den 01.09.2018 ab 18:00 mit musikalischer Unterhaltung. Sonntag den 02.09.2018 ist die Anlage dann ab 14:00 Uhr geöffnet.


Öffnungszeiten am See 2018


Sonntag, 06.05.2018
Sonntag, 13.05.2018
Pfingstsonntag, 20.05.2018
Pfingstmontag, 21.05.2018
Sonntag, 03.06.2018
Sonntag, 10.06.2018
Sonntag, 17.06.2018
Sonntag, 24.06.2018
Sonntag, 01.07.2018
Sonntag, 08.07.2018
Sonntag, 15.07.2018