Es war einmal......

...so fangen in der Regel Märchen an. Auf den Heimatverein übertragen bedeutet dieses, es gab im April 1929 eine Handvoll Männer die eine Versammlung zur Gründung eines Heimat- Verkehrs- und Verschönerungsvereins ins Leben riefen. Doch nicht nur die Verschönerung der Heimat, sondern auch der Heimat- und Naturschutz waren zu damaliger Zeit schon ein Thema. Als eine der ersten Aktionen wurde im Juni 1929 das Fliegerdenkmal vom Heimatverein enthüllt. Dieses Denkmal ist auch heute noch ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel.

Die Unterlagen, die etwas über das Schaffen des Heimatvereins aussagen sind bis zum Jahr 1979 nur lückenhaft, obwohl der Verein als solches immer existiert hat. Als einer der Eckpunkte kann das Jahr 1964 genannt werden. In einer Mitgliederversammlung wurde der Verein in "Heimatverein der Samtgemeinde Borgloh e.V." umbenannt. Diese Bezeichnung ist bis zum heutigen Tage gültig.





Sankt Pankratius in Borgloh

Außer einer Aktion im Jahre 1965, bei der es um den Bau des Wasserturms auf dem Strubberg ging, und einer Beteiligung 1968 zur 900 Jahr Feier des Kirchspiels Borgloh, war das Vereinsleben eher durch Inaktivität geprägt. Man traf sich nur noch gelegentlich, das Vereinsleben dümpelte vor sich hin, und eigentlich war damit das Kapitel Heimatverein abgeschlossen...




Wassserturm mit Aussichtsplattform


...doch es kam anders

Inspiriert durch eine Buchherausgabe 1978, "Borgloh, seine Geschichte und Geschichten" von Bernhard Feige, machte sich eine Aktivgruppe auf, den Heimatverein wieder neu zu beleben.

"Was will der Heimatverein?" Diese Frage stand damals auf der Einladungsbroschüre.

Hier der Auszug aus der Einladungsbroschüre:

Was will der Heimatverein?

Die Gebietsreform hat Borgloh keine nennenswerten Vorteile gebracht. Im Gegenteil! Seit dem Zusammenschluss mit Hilter werden unsere Bürger das unangenehme Gefühl nicht los, dass der Ortsteil Borgloh immer mehr zu einem bedeutungslosen Anhängsel der neuen Gemeinde wird.

Der Heimatverein will diesen Trend stoppen und mithelfen, die vitalen Interessen der Borgloher mit mehr Nachdruck zu vertreten, um unser Dorf lebendig zu erhalten und es an der allgemeinen wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung aktiv teilnehmen zu lassen.

Er will Anregungen und Impulse zur Verschönerung unseres Dorfes geben. Er will Borgloh für Fremde attraktiver machen und damit den Fremdenverkehr fördern.

Der Heimatverein will uns die Augen öffnen für unsere schöne Umgebung und nach Kräften dazu beitragen, dass wir die heimatliche Tier- und Pflanzenwelt besser kennenlernen. Er will das Bewusstsein für unsere Heimatgeschichte wachhalten und damit die Verbundenheit der Bevölkerung mit unserer schönen Heimat fördern. Der Heimatverein will die guten Sitten und überlieferten Bräuche behutsam pflegen und unsere Leute ermutigen, die plattdeutsche Sprache weiterzusprechen und hinüberzuretten in die Zukunft.

Aber er braucht zur Realisierung seiner Ziele den vollen Rückhalt in der Bevölkerung und das ganze Gewicht einer großen Mitgliederzahl.

Treten Sie darum dem Heimatverein Borgloh bei, und unterstützen Sie damit seine vielfältigen Vorhaben.

Soweit die damalige Broschüre!


Was ist daraus geworden?

Der Heimatverein der Samtgemeinde Borgloh e.V. hat zur Zeit etwa 400 Mitglieder, die sich sowohl aktiv, wie auch passiv am Vereinsleben beteiligen.

Jeder der sehenden Auges durch die Gemeinde und die Natur geht, wird überall Spuren des Heimatvereins finden. Ob es die Bänke sind, die aufgestellt wurden, oder die Gestaltung bestimmter Bereiche (Begrünungsaktionen), der Heimatverein ist aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken.

Ein besonderes Highlight ist die Anlage am Renkenörener See. Hier wurde mit viel Arbeit und Liebe zum Detail ein Kleinod geschaffen.

Nicht unerwähnt bleiben soll die Theatergruppe, die die plattdeutsche Tradition pflegt und die Mitbürger regelmäßig durch Ihre Auftritte erfreut.




Renkenörener See
(Gelände gestiftet im Dez. 2004 von Ingeburg Thomas)