Die Ärzte in Borgloh

Schon im späten 18. Jahrhundert wird von einer ärztlichen Versorgung in Borgloh gesprochen. So wie es sich darstellt, gab es bis in heutige Zeit eine kontinuierliche Versorgung von Patienten in Borgloh.


• 1780 wird vom Chirurgen Wördemann aus Wellingholzhausen berichtet. Dieser versorgt auch die Borgloher regelmäßig bis 1814. Zu gleicher Zeit wohnt in Borgloh schon der Wundarzt Albert Schmitz, der von 1780 bis 1822 tätig ist.


• 1846 versorgte Dr. med. Schlogmann aus Dissen Borgloh ärztlich mit. Er spendete als Schützenkönig von Borgloh den Schützenadler.


• Vor 1853 wirkt in Borgloh, auch wegen des Bergwerkes, der Arzt Dr. Rahsmann.


• 1880 - 1910 war Sanitätsrat Dr. Thole geb 01.10.1852,in Borgloh tätig. Am 31.05.1910 verstarb er plötzlich im Zug. Seine Ehefrau geb. Mengehold aus Fürstenau verstarb am 24.11.1930 und wurde neben ihrem Mann in Borgloh beerdigt.


• Von 1910 - 1914 arbeitete der als Lehrersohn in Rulle geborene Dr. Hilbrenner und verstarb bei einem Autounfall an der Bahn in Wellendorf.


• Weiter arbeitete MR. Dr. Steinbach bis 1920.


• Von 1920 bis 1938 arbeitete der in Borgloh geborene Dr. Ferdinand Brune als Arzt in Borgloh. Er heiratete 1924 die österreichische Obersten Witwe Frau Prutscher und übergab 1938 seine Praxis dem Schwiegersohn Dr. Stänner aus Osnabrück, während er selbst eine Praxis in Hamburg übernahm. Da Dr. Stönner, als Folge eines Skiunfalls, den er während seiner Studienzeit erlitt, stark gehbehindert war, wurde er nicht zur Wehrmacht einberufen und musste als Kassenarzt neben seiner Praxis in Borgloh, die äztliche Versorgung in Teilen von Bissendorf, Voxtrup und Kloster Oesede mit übernehmen. Die tatkräftige Unterstützung der Krankenstation des Schwesternhauses stellte die Versorgung der Patienten in so einem großen Bezirk sicher.
Leider starb der sehr beliebte Dr. Stänner schon am 03.06.1952. Seine Ehefrau musste nun allein ihre 3 Töchter erziehen und starb am 21.09.1973 in ihrem Haus.


• 1952 im Juni, übernahm Dr. Rudolf Madea die Praxis. Er wurde am 05.05.1915 in Leobschütz O/S geboren, macht dort sein Abitur und absolvierte dann in Neustadt Arbeitsdienst und Militär. In Breslau, Innsbruck, Wien und Graz studierte er und approbierte und promovierte 1941. Dann arbeitete er im Krankenhaus Ratibor als Assistenzarzt, bis er im September zum Militär eingezogen wurde und in Polen, Russland und Lappland diente.
Am 30.04.1945 geriet er bei Frankfurt an der Oder in russische Gefangenschaft, aus der er nach Erleiden von Ruhr, Fleckfieber und Dystrophie glücklicherweise im Herbst 1946 heimkehrte. Er arbeitete jahrelang in Krankenhäusern, bis er sich 1951 in Oesede niederließ und im Juni 1952 vom ärztlichen Kreisverband nach Borgloh verwiesen wurde. Als Kassenarzt, Geburtshelfer, Knappschaftsarzt und DRK-Arzt sowie als Sportarzt arbeitete er unermüdlich. Mit 65 Jahren übergab er die Praxis an seinen Nachfolger.


• Werner Mantel trat am 01.07.1980 die Nachfolge von Dr. Madea an. Der Sauerländer übernahm nach Ausbildung in Münster und der Paracelsus Klinik Osnabrück die anstrengende Landpraxis und hat sich gut bewährt.


• Am 02.01.2006 übernahm Dr. med. Matthias Fuchs die Praxis von Werner Mantel. Dr. Fuchs ist 1964 in Westfalen geboren. Er studierte in Münster und trat seine erste Assistenz im Mathias Spital Rheine in der Kardiologie an. Nach Jahren in der Chirurgie, der inneren Medizin und der Allgemeinmedizin, sammelte er auch Erfahrungen in der Schmerztheraphie. 2003 wurde er Facharzt für Allgemeinmedizin. Seit Anfang des Studiums hatte er immer das Ziel der hausärztlichen Versorgung im Auge. Hier in Borgloh kann er diesen Wunsch nun umsetzen.


• Am längsten hat der prakt. Arzt Hermann Buhl vom 01.04.1950 bis zum 01.04.1988 in Borgloh gearbeitet. 1910 in der Grafschaft Glatz geboren, 1936 Examen in Breslau, dort bis 1937 tätig, dann bis 1939 in Glatz. Anschließend war er Militärarzt in Lazaretten in Bayern, Frankreich und Italien bei der 8. Gebirgsdivision. In Meran geriet er in Kriegsgefangenschaft und wurde erst am 31.01.1947 in Rimini entlassen.


• Ferner hielt der in Borgloh geborene Dr. Hermann Dütemeyer, prakt. Arzt in Oesede, Mittwoch Nachmittag noch Sprechstunde in seinem Haus in Borgloh, Strubberg, bis er 1971 starb. Anschließend setzte sein Bruder, Dr. Franz Dütemeyer bis zu seinem Tod 1975 diese Praxis fort.

1780 - 1814
1780 - 1822
1846
vor 1853
1880 - 1910
1910 - 1914
1914 - 1920
1920 - 1938
1938 - 1952
1952 - 1980
1950 - 1988
1980 - 2006
2006 -
Wördemann
Schmitz
Schlogmann
Rahsmann
Thölen
Hilbrenner
Steinbach
Brune
Stänner
Madea
Buhl
Mantel
Fuchs