Franz Marquart

Allendorf, Allendorfer Straße 10


In einer Grotte aus verwittertem, schwärzlichem Bruchstein erhebt sich ein wuchtiges Holzkreuz mit einem Spitzdach aus dem gleichen Material.

Daran hängt ein etwa 1,60m großer, eindrucksvoller Christuskorpus.

Darunter ist eine hölzerne ovale, mit Zierranken umgebene Kartusche mit folgendem Spruch angebracht:



Gekreuzigter Herr Jesus, erbarme dich unser


Zur linken und rechten des Kreuzes steht je ein gekachelter, quaderförmiger Sockel mit den Inschriften:


AD 1929 Der Herr hat ihn als Priester erwählt,

Damit er ihm Dank-, Bitt und Sühnopfer darbringe.

Die Grotte hat einen gefliesten Boden und ist mit einem schmiedeeisernen Gitter abgeschlossen. Ihr Kreuz, das ursprünglich auf der gegenüberliegenden Straßenseite stand, stammt laut Hofchronik aus den Jahren um 1600. Um 1730 wurde es dort abgebrochen und an der heutigen Stelle, von einer Grotte umgeben wieder aufgebaut.

Die beiden folgenden Sprüche können vielleicht erahnen lassen, was das Motiv für die Errichtung dieses Kreuzes gewesen sein mag.


Jesus, dies Dein Schmerzensbild und das Blut, das von Dir quilt,
soll mir stets in meinem Leben, bis zum Tod vor Augen schweben I:H:M:


Hör erbarmend unsre Bitten, Herr, Du hast für uns gelitten,
Für uns gabest Du Dein Blut, Hilf uns, Jesus, höchstes Gut M.E.H.

Als im Jahre 1929 ein Sohn der Familie zum Priester geweiht wurde, ließ der Besitzer den entsprechenden Sinnspruch auf beiden Sockeln auftragen und die gesamte Anlage erneut segnen.