Lourdesgrotte des Schwesternhauses

Borgloh, Hauptstraße 14


Schon lange war es der Wunsch der Schwestern, in ihrem Vorgarten eine Lourdesgrotte zur größeren Verehrung der himmlischen Mutter zu haben. Da trat Pastor Sudove aus Holte im Hümmling auf den Plan, der sich in dieser Arbeit gut auskannte. Er ließ von einem Architekten eine Zeichnung anfertigen und übertrug ihm auch den Bau der Grotte in Borgloh.


Im Juni 1913 legte der Borgloher Pastor Nordhoff den Grundstein, und schon einen Monat später konnte die Statue der Gottesmutter von Lourdes mit weißem Gewand und blauer Gürtelschärpe ihren Platz in der Felsennische einnehmen. Auf der anderen Seite kniet das 14-jährige Hirtenmädchen Bernadette Soubirou, dem 1858 in Lourdes die Gottesmutter 18 mal erschienen war.


Die Grotte selbst ist aus überstark gebrannten dunkelroten bis ins Schwarze verfärbten scharfkantigen, bizarr verformten Ziegelsteinen errichtet. Darin befindet sich ein heller Sandsteinaltar, auf dessen Tischplatte, die auf zwei dünnen Säulen ruht, sich ein treppenartiger Aufbau mit einem kleinen imitierten Tempelchen in der Mitte befindet. Dieses Tempelchen dient wiederum als Sockel für das schlichte Kruzifix. Der Platz vor der Grotte ist mit Blaubasalt gepflastert. Die gesamte Grottenanlage ist oben von dichtem Efeu bewachsen und macht dadurch einen alten, ehrwürdigen Eindruck.