Heinrich Meyer zu Bergsten Borgloh, Düppelweg 2

Die kürzlich vom Eigentümer renovierte Klause vor seinem Haus am Düppelweg ist nun wieder zu einem Schmuckstück in unserem Dorf geworden. Leider wird sie heute nicht mehr von Prozessionen besucht, war aber vor etwa 15 Jahren eine ständige Station der Bittprozessionen.




Ihr Äußeres besteht nun wieder aus Bruchstein, so wie sie um die Jahrhundertwende ausgesehen hat und danach leider verputzt worden ist. Obendrauf erhebt sich ein Spitzdach, mit Ziegeln bedeckt. Unter der Spitze ist das Signum IHS deutlich sichtbar eingemauert. Darunter befindet sich die folgende Innschrift:


Gott zu Ehren * Aufgesetzt von Baltz Heinrich Twellmeyer genad Meyer zu Bergsten und Anne Biesenkamp AO 1752.


Das Innere der Klause ist schlicht gestaltet. Über 2 Stufen gelangt man zum Altar, über dem sich ein wuchtiges Holzkreuz mit einem bronzenen Christuskorpus erhebt, der 1980 von einem Bersenbrücker Künstler geschaffen wurde. Die 2 Seitenfenster setzen das Kruzifix ins rechte Licht.

Nachdem 1743 der Bauer im Alter von 40 Jahren gestorben war, setzte seine Frau Anna geb. Biesenkamp, den bereits begonnenen Bau des Speichers fort, der dann 1744 fertig gestellt war. Ein paar Jahre später heiratet sie den um viele Jahre jüngeren Twellmeyer, und - so wird vermutet - aus Dank, dass diese neue Verbindung zustande gekommen war, haben die beiden diese Klause 1752 errichtet.