Konrad PeistrupBorgloh, Uphöfener Feld 4

In einem kleinen Gärtchen, umgeben von einem grünen, schmiedeeisernen Zaun, steht an der Gabelung der Holter Straße mit dem Uphöfener Feld eine sehr schön erhaltene Klause.


Wie ein neoklassizistisch nachempfundenes kleines Tempelchen steht sie da, auf sechs Pfeilern ruhend, in die je zwei oder drei zierliche Rundsäulen mit Blumenkelchen als Kapitele eingearbeitet sind.


Über dem Rundbogen erhebt sich ein kupfernes Spitzdach, und in dem Dreieck dazwischen ist ein verziertes Kreuz eingelassen.

Auf dem Dach vorn sitzt ein steinerner Dachreiter, eine sich öffnende Knospe darstellend.

Die Klus zur Frühlingszeit


Die Klause wurde 1882 aus Ibbenbürener Sandstein gebaut und das schwere Material mit Pferdewagen und Hilfe des Bauern Aumüller in zweitägiger Fahrt von Ibbenbüren nach Borgloh transportiert. Aus dem gleichen Sandstein ist auch die Statue des Herrn Jesus Christus, angetan mit einem fein ausgearbeiteten wallenden Gewand, der mit seinen Händen auf ein "heiligstes Herz" weist. An der Rückwand sind die Worte:


Dein süßes Herz entzünde stets in mir, o Jesu, meine Liebe mehr zu dir


zu lesen. Der Altartisch ruht auf zwei Sandsteinsäulen, wobei die Sockel und auch ein Kapitel schon deutliche Verwitterungsspuren aufweisen.












Nach einer in Borgloh grassierenden Augenkrankheit soll die Klause erbaut worden sein als Dank dafür, dass die Familie davon verschont geblieben ist.