Abbaugebiete

Im 19. Jahrhundert wurden vier abbauwürdige Flöze bearbeitet: dicke Bank, schmale Bank, Oberbank und Unterbank. Die Flöze besaßen eine Mächtigkeit von 30 - 105 cm.

Im wesentlichen waren 4 Abbaugebiete im Einsatz, Strubberg, Gersberg, Hasberg und Lohnberg.

In dieser Zeit wurden immer neue Schachtanlagen in Betrieb genommen. Alles in allem waren zeitweise 23 Schachtanlagen vorhanden, wovon 7 - 8 Schachtanlagen gleichzeitig im Betrieb waren.

Der Grubenbau am Strubberg und am Gersberg prosperierte. Dieses war zum großen Teil Terheyden II und III zu verdanken. Andere Abbaugebiete mussten schnell wieder aufgegeben werden (beispielsweise am Lohnberg).


Gersberg

Am Gersberg entstanden mehrere Schächte: der Geierschacht und der Göpelschacht mit seinen Querschächten. Ebenfalls abgebaut wurde an den Schächten Amora, Ambra, Aurora und Glückauf (ab 1805 bis ca. 1852).

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde am Gersberg zwischen 1948 und 1953 ein Notbergbau betrieben. 1953 wurden noch einmsal 5.400 Tonnen gefördert.


Strubberg

Am Strubberg gab es besonders viele Schächte (hier wurde am Westhang teilweise in nur maximal 11 m tiefen Schächten gefördert).

Zu erwähnen sind vor allem die Schächte Kronprinz-, Ernst-August-, Heinrich-, Georgenschacht und die Schrieverstolz-Schächte.

Die Schächte erstreckten sich über mehrere Sohlen und wurden bis zu einer Tiefe von 130 m abgeteuft. Unter dem Strubberg ist ein weitläufiges Stollennetz von alles in allem ca. 20 Kilometern angelegt.


Lohnberg

Am Lohnberg wurden die Abhauen-Schächte betrieben (zwischen 1785 und 1812). Wasser- und Wettergefahr machten die Zeche am Lohnberg jedoch unrentabel, auch eine Verlagerung des Strubbergbetriebes änderte nichts daran. 1814 wurde der Stollen stillgelegt, wurde aber in abbaufähigem Zustand erhalten. Dadurch konnte dieses Gebiet zwischen 1867 und 1900 durch Privatgesellschaften noch einmal ausgebeutet werden.

Auch am Lohnberg gab es in den Nachkriegsjahren bis 1954 einen Notbergbau.





Abbauanlage am Lohnberg

Hasberg

Am Hasberg wurden die Schächte Anton und Ludwig, sowie der Hasberg Stollen betrieben.

Es gab hier mehrere Betreiber der Anlagen. Unter anderem Brackmann aus Ibbenbüren und Anton Brinkhege.

Die von Anton Brinkhege betriebenen Stollen wurden allerdings Ende der 50er Jahre geschlossen.




Einfahrt in einen Schacht am Hasberg











Hankenberge

Nicht unerwähnt bleiben soll der Karlstollen in Hankenberge. Hier wurde bis 1903 Bergbau betrieben. Die Kohlen wurden mittels Seilbahn direkt zum Bahnhof Wellendorf transportiert.

Auch hier wurde in den Nachkriegsjahren bis 1952 ein Notbergbau betrieben.


Übersichtskarte der Lagerstätten



Unternehmer die Bergbau betrieben

Anton Brinkhege

Anton Brinkhege war Fuhrunternehmer und betrieb einen Steinbruch. Weiterhin betrieb er Stollen auf dem Gersberg und auf dem Strubberg.


Schachtanlage Hilde auf dem Strubberg

Brinkhege war einer der Pächter der Hasberg GmbH. Seiner Zähigkeit und seinem Unternehmergeist ist es zu verdanken, dass 1956 die Kohleförderung am Kronprinzschacht wieder aufgenommen werden konnte.


Nachdem er 1952 ein Grundstück am Schluchtweg gepachtet hatte, begann man schon bald mit den Wiederherstellungsarbeiten des Grubensystems.

Aus einem Notbergbau heraus wurde eine florierende Zeche ins Leben gerufen. In der Blütezeit der Zeche waren wieder ca. 200 Mitarbeiter beschäftigt. Alles in allem wurden bis zur Endgültigen Schließung etwa 318.000 Tonnen Kohle gefördert. Insgesamt hat der Unternehmer Anton Brinkhege in seinen Betrieben, der vor der Eröffnung des Kronprinzen auch schon am Gersberg und anderen Stellen Kohle gefördert hatte, ca. 372.000 Tonnen Kohle abgebaut und ans Tageslicht befördert.


Franz Schriever

Franz Schriever begann 1953 mit der Kohleförderung und betrieb den Georgen-Schacht am Schwarzen Weg (Sacksland). Aus etwa 40 m Tiefe wurde in drei Schichten Industriekohle gefördert. Die Förderdermenge belief sich auf ca. 1500 t monatlich.


Nach Abschluss eines Pachtvertrages mit der Hasberg GmbH wurde der Franz-August-Schacht 1956 wieder in einen Zustand gebracht, der einen Abbau möglich machte. Die Anlage arbeitete mit modernster Fördertechnik. Georgen-Schacht und Franz-August-Schacht standen miteinander in Verbindung.





Ernst-August-Schacht

Eine weitere Schachtanlage, die 1958 in Betrieb genommen wurde, war der Barbara-Schacht. 1961 wurden die Anlagen allerdings wegen der schlechten Absatzlage am Kohlenmarkt stillgelegt.


Heinrich Rahenbrock

Heinrich Rahenbrock betrieb die Stollen in Kloster Oesede.