Die Wellendorfer Schule

Die katholische Volksschule in Wellendorf wurde 1891 in der Nähe des Bahnhofs für die Kinder der Ortsteile Wellendorf, Ebbendorf und Hankenberge, die bisher die Schule in Borgloh besuchten, erbaut.Die Schule wurde von ca. 100 Kindern besucht. Da der einzige Klassenraum bald zu klein war, baute man 1897 auf dem gegenüberliegenden Grundstück unterhalb des Bahndammes ein neues zweiklassiges Schulhaus.


1937/38 wurde ein neues vierräumiges Schulgebäude erbaut. Da das alte Gebäude direkt an der Gemeindegrenze lag, wählte man als neuen Standort einen Platz an der Borgloher Straße.

Während des zweiten Weltkrieges musste das Schulgebäude geräumt und dem Finanzamt Osnabrück Land zur Verfügung gestellt werden. Der Unterricht wurde dezentralisiert und wurde im Wartesaal des Bahnhofs, im Saal der Gastwirtschaft Geile und in der Sakristei der Kirche abgehalten.



Das Schulgebäude in Wellendorf



Von April bis August 1945 quartierten sich englische Truppen in der Schule ein, der Unterricht wurde eingestellt. Ab August 1945 gab es wieder einen Schulbetrieb. Bedingt durch die Flüchtlingsströme aus den deutschen Ostgebieten stieg auch in Wellendorf die Zahl der Schüler. Allerdings war ein ungestörter Unterricht nicht möglich, da im Februar 1946 sechs Flüchtlingsfamilien mit 27 Personen in der Schule einquartiert wurden. 236 Schulkinder mussten sich mit nur drei Klassenräumen begnügen.
Nachdem die Flüchtlingsfamilien anderweitig untergebracht waren, konnten ab 1947 wieder vier Klassenräume genutzt werden.

1968 wurden zwei weitere Klassenräume mit einem Lehrerzimmer und zeitgemäßen Toilettenanlagen hinzugebaut.

Ab 1971 wurde die Oberstufe nach Borgloh abgeschult, damit die Förderstufe besucht werden konnte. Diese war Voraussetzung für den qualifizierten Hauptschulabschluß.

1974 wurde die Schule grundlegend renoviert. Wegen des Rückganges der Kinderzahlen ist aus der fünfklassigen wieder eine vierklassige Grundschule geworden.