Haus Hagen

Am Südhang des Strubbergs liegt, heute vom Wald verborgen, das Haus Hagen. Dieses Haus hat eine bemerkenswerte Vergangenheit. In früheren Zeiten führte hier einmal die landesherrliche Landwehr vorbei, ein Erdwall, errichtet zum Schutze vor Feinden. Bei Kriegsgefahr versteckten sich hinter der Landwehr die Schützen und überraschten dann die heranrückenden Feinde.


Vor dem 30-jährigen Krieg war das Haus Hagen noch ein kleiner Markkotten, den eine Familie mit dem Namen "Im Hagen" bewohnte. Daher rührt noch heute der Name des Hauses. Vier Generationen lang bewohnten sie dieses Haus, bis es durch Heirat an das Gut Brandenburg (an der alten Straße) kam.




Haus Hagen, wie es bis in die sechziger Jahre aussah, Zeichnung Karl Fabian.

Die große Glanzzeit für das Haus Hagen begann aber erst 1775, als es der Domdechant von Osnabrück kaufte und sich den unscheinbaren Kotten zu einer ansehnlichen Sommerredidenz umbauen ließ. Seinem Haus gab er den Namen "Haus Hagen".




Haus Hagen, wie es bis in die sechziger Jahre aussah,
historische Aufnahme.

Als aber 1803 alle Kirchengüter vom Staat enteignet wurden, war für das Haus Hagen auch seine Glanzzeit vorbei. Es wurde an eine östereichische Familie verkauft, die das Haus Hagen bis 1890 in Besitz hielt. Anschließend bewohnte das Haus eine Familie Kirchhöfer, die es 1929 an Heinrich Große Nordhaus verkauft.


Haus Hagen, Aufnahme von 1952